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Der Hausbau
Schon die Jahre vorher hatte ich mich mit dem Thema Haus auseinandergesetzt und mich nach einem Lieferanten umgeschaut. Da von vornherein für mich nur ein Blockhaus in Frage kam, war die Auswahl der Anbieter
letztlich nicht so groß. Ich sprach in der Folgezeit mit allen diesen Herstellern und übergab Ihnen einen Plan und eine Spezifikation meiner Wünsche. Auf Basis dieser Vorgaben erbat ich jeweils ein Angebot. Wichtig
war für mich die weitestgehende Verwendung natürlicher Baustoffe.
Noch im Jahr 1994 wurde die Sickergrube vollendet und die weitläufigen Rieselrohre verlegt. Im Vordergrund des folgenden Bildes aus dem Jahr 1995 sieht man einen kleinen Teil der zugeschütteten Anlage und das Belüftungsrohr
Schließlich erteilte ich 1994 den Zuschlag einem lokalen Schreiner. Dies einerseits mit dem Hintergrund, meine Beziehungen vor
Ort zu verbessern, als auch bei Reklamationen schneller Erfolg zu haben. Daneben war es auch preislich ein sehr attraktives Angebot. In einem ausführlichen Vertrag (handschriftlich) wurden alle Details
aufgeführt, die letzten Änderungen besprochen und der Baubeginn mit dem Gießen des Fundaments für den Herbst festgesetzt. Das Fundament wurde auch so rechtzeitig fertiggestellt, dass es vor dem
Winter aushärten konnte. Im Winter breitete der Schreiner die Hölzer für den Bau vor, damit im Frühjahr 1995 der eigentliche Bau begonnen werden konnte. Im Mai reiste ich wie abgesprochen nach
Kanada, um den Innenausbau in der Endphase im Detail mit zu gestalten.
Dass nicht alles so glatt lief wie abgesprochen, werden die wissen, die schon einmal ein Haus gebaut haben. Vielleicht werde ich diese
Seiten später um eine ausführlichere Geschichte ergänzen. Viele Dinge sieht man auch in Kanada und den USA nicht so eng.
Soviel sei gesagt, dass das Haus natürlich bei meinem Besuch noch längst nicht so weit fortgeschritten war wie vereinbart. Aber
meine Präsenz sorgte dann doch dafür, dass einiges, wenn auch nicht alles, aufgeholt wurde.
Zwei Beispiele für gestalterische Freiheit des Schreiners:
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Natürlich hatte ich in meine Zeichnung nicht so eine “geknickte” Dachkonstruktion eingezeichnet. vielmehr sollte der Giebel in der Mitte des Hauses liegen und das Dach in beide Richtungen gerade abfallen. Für einen einfachen Kanadier
des flachen Landes ist so ein Wunsch aber nicht nachvollziehbar, denn Dach ist Dach und weil es für den Schreiner
bedeutet hätte, asymmetrisch zu konstruieren, wofür er (meine feste Überzeugung) einfach zu faul war, hat er die Knickvariante gebaut. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt.
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Vertraglich war der Bau aus Zedernholz zu errichten. Als ich kam, war Hemlock verbaut worden. Natürlich ohne mir die Monate vorher, vor Einkauf und Zuschnitt des Holzes etwas davon zu sagen. Nun ist Hemlock ein sehr
widerstandsfähiges und alterungsbeständiges Holz und somit ein sehr gutes und äquivalentes Material, aber es entspricht
eben nicht dem Vertrag. Ich vermute, dass es einfach billiger im Einkauf war. Wenigstens im Innenausbau konnte ich dann doch noch in Teilen den Einsatz von Zedernholz durchsetzen.
Insgesamt muss ich jedoch sagen, dass ich - wohl aufgrund meiner doch schon breiten und langjährigen Beziehungen und gewachsenen Freundschaften in der Gegend, nicht so über den Tisch gezogen wurde, wie viele andere Deutsche, die dort ein
Häuschen bauen.
Wird fortgesetzt.
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